10 tolle DIY-Projekte für Eltern und Kinder

10 tolle DIY-Projekte für Eltern und Kinder
Kinderhände mit Bastelschleim
© iStock/ Vershinin

Wenn Ihnen die Decke auf den Kopf fällt: 10 tolle DIY-Projekte für Eltern und Kinder

Ob in Arnsberg, Iserlohn oder einem der vielen kleineren Orte im Siegerland, Sauerland und Märkischen Kreis – manchmal braucht es nur eine gute Idee, um aus einem ganz normalen Nachmittag ein kleines Abenteuer zu machen. Wenn Sie gemeinsam mit Ihren Kindern kreativ werden möchten, finden Sie hier 10 inspirierende DIY-Projekte.

Gemeinsame Eltern-Kind-Projekte fördern nicht nur die Geschicke unserer Kinder, sondern auch den Zusammenhalt und das Verständnis füreinander.

Gerade im oft durchgetakteten Familienalltag zwischen Schule, Arbeit und Freizeitaktivitäten, bleibt bewusste gemeinsame Zeit manchmal auf der Strecke. Umso wertvoller sind Projekte, bei denen Sie zusammen spielen, bauen und experimentieren können.

Die Möglichkeiten sind zahlreich und reichen von einfachen Bastelideen bis hin zu handwerklichen Projekten, von kreativen Spielereien bis zu alltagstauglichen und praktischen Ideen.

Wir haben für Sie zehn Ideen gesammelt, von denen Sie viele sogar mit Bordmitteln umsetzen können. Viel Spaß bei Ihrem gemeinsamen Projekt!

1. Tetra-Pak-Portemonnaie

Statt Tetra Paks in den Müll zu werfen, können Sie aus Milch- oder Safttüten einen praktischen Geldbeutel basteln. Das macht Kindern immer viel Spaß und hinterher tragen sie ihr eigenes Portemonnaie voller Stolz bei sich.

Einziges Manko der Aktion: Tetra Paks gewinnen in der Regel keine Design-Preise. Vielleicht haben Sie dennoch einen im Haus, der dekorativ daherkommt – einen mit vielen Früchten drauf zum Beispiel. Wenn Sie möchten, können Sie ihn auch mit Stoff bekleben. Denken Sie daran, den Tetra Pak gut mit Geschirrspülmittel zu reinigen und anschließend ausreichend trocknen zu lassen.

Damit sich Ihre neue Geldbörse verschließen lässt, befestigen Sie am besten einen nähfreien Druckknopf oder Klettband. Ein Haargummi geht natürlich auch – und schon ist das gute Stück fertig!

2. Nistkasten für den Garten

Gemeinsam einen Nistkasten für den eigenen Garten zu bauen, ist gar nicht so schwer. Gerade in den besonders grünen Regionen in unserer Heimat lassen sich später mit etwas Glück Meisen oder andere heimische Vögel beobachten. Die Form ist recht simpel und auch der Zusammenbau geht leicht von der Hand. Und im Frühjahr zu beobachten, wie die Meisen in dem Kasten ihre Jungen füttern, ist für alle Kinder eine große Schau.

Für Ihr Projekt brauchen Sie 20 Millimeter dickes, ungehobeltes Holz. Vielleicht haben Sie ja noch passende Holzreste im Keller oder in der Garage? Am haltbarsten sind Eichen-, Robinien- und Lärchenholz. Auch Kiefer- oder Fichtenbretter sind für Ihren Nistkasten eine gute Wahl.

Einen Bauplan mit den genauen Maßen finden Sie auf der Seite vom Naturschutzbund Deutschland (NABU).

3. Leuchtende Straßenmalkreide selbst herstellen

Ja, diese Straßenmalkreide leuchtet sogar im Dunkeln. Alles, was Sie brauchen, sind zwei Esslöffel Mehl, 120 Milliliter Wasser, Flüssigseife, Lebensmittelfarbe oder farbiges Kreidepulver und natürlich die lumineszierende Farbe, die Sie auch im Internet bestellen können.

Mehl, Wasser und die lumineszierende Farbe gut vermischen, dann noch einige Tropfen Flüssigseife zugeben. Wenn Sie farbige Leuchtkreide möchten, geben Sie zusätzlich Lebensmittelfarbe hinzu. Nun können Sie die flüssige Farbe mit einem Pinsel auf dem Asphalt oder dunklem Papier auftragen. Die Farbe muss vorher gut angeleuchtet werden, damit sie im Dunkeln strahlt. Dies können Sie mit einer Taschenlampe beliebig oft wiederholen.

4. Murmelbahn aus Papierrollen

Eine bunte Murmelbahn aus Haushaltspapier-Rollen – das ist eine einfache Bastelidee, die auch Ihren Kindern bestimmt Spaß macht. Sie brauchen 15 bis 20 leere Papierrollen, eine Bodenplatte, auf der Sie Ihre Bahn montieren können, Farbe und handelsüblichen Kleber aus der Tube oder Heißkleber.

5. Vulkanausbruch im Eigenbau – mit Backpulver und Essig

Wenn es einmal ein Projekt mit etwas Krawumm sein soll, dann ist dieses kleine Experiment vielleicht genau das Richtige. Ob in einer Wohnung in Lüdenscheid, oder im Eigenheim in Attendorn – dieses Mini-Experiment sorgt garantiert für große Augen. Das Zentrum Ihres Vulkans können Sie aus einer aufgeschnittenen 0,5-Liter-PET-Flasche herstellen. Wenn Sie Atelier-Gips im Haus haben, können Sie damit eine Vulkanlandschaft drumherum basteln und anmalen.

Alternativ reichen auch zwei Bahnen Alufolie, die Sie über die Flasche legen, am Boden festkleben und über der Öffnung einfach mit der Schere einschneiden. Ihre Landschaft können Sie beispielsweise auf einem Backblech aufbauen, das Sie mit Backpapier ausgelegt haben, damit Ihr Tisch nicht beschädigt wird.

6. Kinderwerkbank selber bauen

Eine Werkbank finden Kinder meist richtig spannend. Schon Jüngere spielen gerne mit Spielzeug-Varianten von Bohrer, Fuchsschwanz und Hammer. Für ältere Kinder kann die Bank natürlich auch ein bisschen professioneller sein – etwa mit einem gut funktionierenden Schraubstock.

Für Ihr Werkbank-Projekt brauchen Sie einige Latten und Leimholzbretter – vielleicht steht noch etwas im Keller. Beim Schrauben und Leimen können Ihre Kinder Ihnen sicherlich hier und da zur Hand gehen.

7. Indoor-Spielsand selber machen

Gerade an regnerischen Tagen, wie sie im Siegerland, Sauerland und Märkischen Kreis nicht selten vorkommen ist selbstgemachter Indoor-Spielsand eine wunderbare Möglichkeit, ein Stück Spielplatz nach Hause zu holen.

Für Ihren Zaubersand benötigen Sie nur zwei Zutaten: Öl und Mehl. Mischen Sie beides im Verhältnis 1:8. Wenn Sie bunten Sand möchten, fügen Sie einfach etwas Lebensmittelfarbe hinzu. Und falls Ihre kleine Prinzessin sich Glitzersand wünscht – auch das ist möglich. Geben Sie die Zutaten in eine große Schüssel und kneten Sie sie so lange durch, bis sich Öl und Mehl gleichmäßig vermischt haben – et voilà!

Nun können Ihre Kinder ihre Förmchen holen und wie gewohnt mit dem Sand spielen. Ihr Zaubersand lässt sich sogar leichter formen als normaler Sand, da er nicht so schnell zerfällt und länger die Form hält. Allerdings lässt er sich genauso gut verteilen wie herkömmlicher Sand. Sie tun also gut daran, Ihren Indoor-Spielplatz zu begrenzen und abzusichern – eventuell mit einem alten Laken oder einer alten Decke.

8. Indoor-Zelt selber bauen

Kinder lieben es, Höhlen und Zelte zu bauen – gerne aus Kissen und Decken, die dann anderswo fehlen, zum Beispiel auf dem Sofa. Wie wäre es also mit einem eigenen kleinen Indoor-Zelt, in das man sich jederzeit zum Lesen, Kuscheln oder Schlafen zurückziehen kann?

Zum Bau brauchen Sie sechs Holzstäbe, Schnur, Stoff, Wolle, einen Tacker, eine Bohrmaschine und ein Lineal.

9. Kubb-Spiel aus Holzresten bauen

Das beliebte Outdoor-Spiel Kubb ist auch unter dem Namen „Wikingerschach“ bekannt. Die Regeln sind schnell erklärt: Sie versuchen mit einem Holzstab, die Holzklötze der gegnerischen Mannschaft abzuwerfen. Gespielt wird mit zwei beliebig großen Mannschaften, also mindestens zu zweit. Außerdem brauchen Sie eine kleine Rasenfläche, zum Beispiel im Garten, auf der Sie Ihr Spielfeld aufbauen.

Wenn Ihr Kind alt genug ist, um selbst einen Fuchsschwanz zu benutzen, können Sie sich ein Kubb-Spiel gemeinsam bauen. Sie brauchen ein paar Hartholzreste. Falls Sie im Keller keine mehr haben, können Sie im Baumarkt Kantholz und Rundholzstangen besorgen.

Alle Hölzer müssen Sie in der gewünschten Länge zusägen. Wenn mehrere Familienmitglieder zusammen bauen, können Sie sich gut abwechseln. Lediglich die Königsfigur ist etwas aufwendiger: Für die Krone müssen Sie wahrscheinlich eine Stichsäge verwenden.

10. Neue Wachsmalstifte aus Resten herstellen

Bestimmt haben auch Sie zu Hause einen beachtlichen Vorrat an Wachsmalstumpen: Reste von Wachsmalern, die zu klein sind, um sie noch vernünftig in der Hand zu halten, aber zu schade, um sie wegzuwerfen. Aus diesen Resten können Sie mit nicht allzu viel Aufwand neue Wachsmaler backen.

Neben den Resten brauchen Sie kleine Silikonförmchen, am besten Backformen. Vorsicht: Viele Eiswürfelformen, wie es sie beispielsweise auch bei Ikea gibt, sind meist nicht aus Silikon, sondern aus Kunststoff und schmelzen im Ofen. Achten Sie daher bitte darauf, dass es sich wirklich um Silikon handelt. Ansonsten ist alles erlaubt: Sterne oder Tierformen – nur einigermaßen griffig sollte es sein.

Sortieren Sie zunächst die Stiftreste nach Farben, entfernen Sie Papierreste und zerkleinern Sie sie mit einem Messer. Testen Sie vorher, ob sich die Reste gut schmelzen lassen. Anschließend füllen Sie die Wachsmalerreste in die Silikonförmchen. Danach schieben Sie die Formen in den auf 160° Celsius vorgeheizten Backofen, bis die Reste geschmolzen sind – in der Regel dauert es circa 15 bis 20 Minuten. Nehmen Sie die Formen aus dem Ofen und stellen Sie sie zum Abkühlen zur Seite – fertig.

Ob kleine Bastelideen oder größeres Bauprojekt: Entscheidend ist nicht das perfekte Ergebnis, sondern die gemeinsame Zeit. Wenn Kinder erleben, dass ihre Ideen ernst genommen werden und sie aktiv mitgestalten dürfen, stärkt das ihr Selbstvertrauen und ihre Kreativität. Vielleicht entstehen bei Ihrem nächsten Projekt nicht nur ein Nistkasten, eine Murmelbahn oder neue Wachsmalstifte sondern auch Erinnerungen, über die Sie noch lange schmunzeln werden. Probieren Sie es aus, lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und genießen Sie die gemeinsame Zeit.

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