

Wer seinen Parkettboden oder Holzboden regelmäßig pflegt, hat lange was davon. Doch auch bei der besten Pflege lassen sich Kratzer im Parkett kaum vermeiden. Wir sagen Ihnen deshalb, wie Sie kleine und große Kratzer entfernen können und zeigen einen Trick, der bei Dellen im Holzboden im Siegerland, Sauerland oder Märkischen Kreis hilft.
Natürliches Parkett und Holzdielenböden überzeugen mit ihrer edlen Optik. Ein in die Jahre gekommener Holzboden, der nicht ausreichend gepflegt wurde, kann mit der Zeit jedoch den ein oder anderen Kratzer aufweisen.
Ob durch Möbel verrücken, Steinchen unter den Schuhsohlen oder weil etwas heruntergefallen ist – sind die Kratzer einmal da, weiß man sich oft nicht zu behelfen. Doch es gibt Möglichkeiten und Hausmittel, wie Sie solche Stellen im Parkett in Ihrem Zuhause in Geisweid, Lennestadt oder Werdohl reparieren können. Wir zeigen Ihnen, wie Sie kleine und große Kratzer sowie Dellen im Holzboden einfach entfernen.
Kleinere Kratzer auf geöltem Parkett entfernen
Sind die Filzgleiter unter den Sofabeinen verrutscht oder abgenutzt, entstehen darunter schnell kleine Kratzer im Parkett. Dazu fühlt sich der Boden oft stumpf an. Bei einem geölten Parkett können Sie solche Stellen relativ einfach mit Hartöloder Hartwachsöl ausbessern. Eventuell müssen Sie vorher die Kanten leicht mit Schleifpapier bearbeiten. Geben Sie dann etwas Öl Ihrer Wahl auf die zerkratzte Stelle im Parkett und arbeiten es gleichmäßig mit einem weichen Tuch ein.
Verwenden Sie am besten das gleiche Öl, das bereits für den Parkett verwendet wurde, so fällt die frisch behandelte Stelle am wenigsten auf.
Auch mit Hausmitteln wie Walnusskernen oder Olivenöl können Sie kleineren Kratzer auf dunklerem Parkett zu Leibe rücken. Dazu müssen Sie den Walnusskern über den Kratzer im Boden schieben. Die enthaltenen Öle pflegen den Boden, gleichzeitig verschwindet der Kratzer.
Das Olivenöl tragen Sie ähnlich wie Parkettöl auf den Kratzer auf. Dazu können Sie auch wieder ein weiches Tuch verwenden oder einen Wattebausch. Auch mit Babyöl soll eine ähnliche Wirkung erzielt werden.
Tiefe Kratzer auf geöltem Parkett reparieren
Bei tieferen Kratzern im Parkett reicht die Behandlung mit Parkettöl allein nicht aus. Sie können größere Risse oder Kratzer aber mit einem Reparaturwachs auffüllen. Achten Sie bei der Auswahl des Wachses unbedingt darauf, für welches Holz es geeignet ist, um den richtigen Farbton zu erhalten. Es gibt zum Beispiel:
- Parkettwachs für Fichte und Kiefer (helles Holz)
- Reparaturwachs für Kirsch-Holzböden (rötliches Holz)
- Reparaturwachs für Holzböden aus Eiche (helles bis dunkles Holz)
In den meisten Reparaturkits sind verschiedenfarbige Wachstöne enthalten, die Sie mischen können, um den richtigen Farbton Ihres Parkettbodens zu treffen. So können Sie auch die Maserung möglichst getreu nachbilden.
Das Wachs müssen Sie vor dem Verfüllen des Kratzers mit einem Holzbodenwachs-Schmelzer erhitzen, bis es flüssig wird, und anschließend über die Stelle träufeln. Dieser ist meistens im Reparaturset enthalten. Für die richtige Anwendung empfehlen wir Ihnen einen Blick in die mitgelieferte Anleitung.
Was hilft bei Kratzern auf lackiertem Parkett?
Grundsätzlich ist lackiertes Parkett sehr widerstands- und strapazierfähig, aber gleichzeitig auch sehr elastisch, so dass die Schutzschicht nicht so schnell reißt. Doch sie ist auch nicht steinhart. Wenn Ihnen etwas Schweres auf den lackierten Holzboden fällt, können auch mal größere Kratzer oder Risse entstehen, in die Feuchtigkeit eindringen kann. Das macht den Boden kaputt und kann für unschöne Verfärbungen sorgen.
Haben Sie solche Kratzer auf Ihrem lackierten Parkett entdeckt, hilft meistens nur eine vollflächige Behandlung des Bodens und er muss komplett abgeschliffen werden. Da beim Abschleifen von Parkett eine Menge Fehler passieren können, sollten Sie diese Aufgabe besser einem Fachbetrieb überlassen.
Dellen im Parkett mit einem Trick entfernen
Druckstellen von Bett oder Schrank sind auf einem Holzboden unvermeidbar. Doch es gibt es einen simplen Trick, mit dem Sie solche kleinen Dellen aus Holzböden wieder entfernen können. Alles was Sie dazu benötigen ist ein feuchter Lappen, etwas Wasser und ein Bügeleisen. Das klingt zunächst gefährlich und schädlich für den Parkettboden. Wenn Sie folgende Schritte jedoch richtig ausführen, sollte nichts schief gehen:
- Legen Sie den feuchten Lappen über die Dellen im Parkett und lassen ihn dort für ein paar Minuten liegen. Durch die Feuchtigkeit richten sich die plattgedrückten Holzfasern wieder etwas auf.
- Lassen Sie den Lappen auf der zu behandelnden Stelle liegen und gehen mit dem heißen Bügeleisen mehrfach darüber, als ob Sie den Lappen glatt bügeln wollen. Durch die Hitze richten sich die eingedrückten Fasern wieder auf. Das Holz quillt quasi auf und die Dellen ziehen sich wieder nach oben.
- Überprüfen Sie zwischendurch das Ergebnis. Bei tiefen Dellen müssen Sie den Vorgang möglicherweise mehrmals wiederholen. Geben Sie dann zusätzlich noch etwas Wasser auf die Stelle. Je tiefer die Delle, desto schwieriger ist es natürlich sie vollständig zu entfernen.
Kratzer und Dellen im Parkett – was sagt das Mietrecht?
Ein Umzug steht an, die Möbel sind bereits aus der Wohnung getragen und jetzt erst fallen Ihnen die Dellen und Kratzer auf, die Schrank und Bett im Holzboden hinterlassen haben? Das ist ärgerlich, denn Vermieter schauen bei der Wohnungsübergabe oft genau hin. Doch kein Grund zur Sorge, denn der Fußboden ist generell Vermietersache.
Oberflächliche Kratzer sind im Alltag fast unvermeidlich. Vermieter müssen solche kleinen Kratzer und Kerben also hinnehmen, so Stiftung Warentest. Das geht auch aus einem Gerichtsurteil (Az. 33 C 710/14 (51)) hervor. Anders ist das jedoch bei Schäden, die über die üblichen Verschleißerscheinungen hinausgehen. Hat der Mieter den Schaden verursacht, muss er dafür haften.
Gut zu wissen: Parketterneuerungen fallen außerdem nicht unter Schönheitsreparaturen, selbst wenn im Mietvertrag eine solche Klausel zu finden ist. Die Kosten dafür dürfen also nicht auf den Mieter übertragen werden. Anders ist das bei Streich- oder Tapezierarbeiten. Sind solche Reparaturen in der Wohnung notwendig, dürfen Vermieter die entstehenden Kosten mit bis zu 50 Prozent auf die Mieter abwälzen.
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