Frühjahrsputz

Frühjahrsputz
Mädchen und Papa in der Küche beim Putzen
© iStock/ Zinkevych

Frühjahrsputz: Mit dieser Checkliste entgeht Ihnen nichts

Für die einen hat der jährliche Frühjahrsputz fast schon etwas Spirituelles, die meisten Menschen im Siegerland, Sauerland oder Märkischen Kreis empfinden ihn aber doch eher als lästig und anstrengend. Damit Sie ihn gut hinter sich bringen, ist hier unsere Checkliste mit den elf häufigsten Fehlern beim Frühjahrsputz und wie Sie sie vermeiden.

Draußen in Netphen, Meschede und Meinerzhagen wird es wieder wärmer, die Sonne zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht, die Vorfreude auf den Frühling ist unaufhaltbar. Wäre da nicht diese eine Hürde, die wir jedes Jahr aufs Neue vorher noch überwinden möchten: der Frühjahrsputz. Damit Sie diese Aufgabe einfach meistern können, nennen wir Ihnen die elf häufigsten Fehler und wie Sie sie vermeiden.

1. Frühjahrsputz nur mit Putzplan 

Sie können sich einfach nicht dazu aufraffen, mit dem Frühjahrsputz zu beginnen? Dann fehlt Ihnen vermutlich einfach nur ein ausgefeilter Plan, der Ihnen den Frühjahrsputz garantiert erleichtert.

Ein Putzplan für den Frühjahrsputz ist schon die halbe Miete und tatsächlich fühlt es sich fast schon so an, als hätte man das Gröbste damit bereits erledigt. Aufzuschreiben, was alles geputzt werden muss, hilft Ihnen nicht nur, eine Struktur zu finden. Sie können auch Aufgaben untereinander besser verteilen. So bleibt nichts auf der Strecke.

2. Frühjahrsputz von oben nach unten 

Erst mal die Böden wischen, dann ist das Gröbste schon getan? Hier schleicht sich schon ein weiterer großer Fehler ein, den Sie beim Frühjahrsputz begehen können. Wir garantieren Ihnen: Machen Sie die Böden zuerst, können Sie die Wischarbeit am Ende gleich noch einmal machen. Die Faustregel beim Frühjahrsputz: Reinigen Sie zuerst von oben nach unten und vom Sauberen ins Schmutzige.

Wohnen Sie in einem Haus, fangen Sie in den oberen Zimmern an. In einer Wohnung starten Sie am besten im hinteren Teil. Beginnen Sie mit Aufgaben wie Fenster putzen und Staubwischen auf den Regalen. Die Böden kommen ganz zum Schluss dran.

3. Reiniger für den nachhaltigen Frühjahrsputz 

Wenn Frühjahrsputz, dann aber so richtig: Fünf bis zehn verschiedene Reiniger im Putzschrank unter der Spüle stehen zu haben, ist für die meisten vermutlich nichts Ungewöhnliches. Schließlich wird es ja auch nur dann richtig sauber, wenn man das richtige Putzmittel verwendet. Die meisten davon sind aber völlig überflüssig.

Denn tatsächlich reichen drei Reiniger vollkommen aus, um die Wohnung auf Vordermann zu bringen:

  1. Allzweckreiniger
  2. Spülmittel
  3. Zitronensäure

Wer damit nicht auskommt, kann noch eine Scheuermilch sowie einen WC- und Badreiniger zur Minimalausstattung dazuzählen.

Spartipp: Alle Reiniger, die Sie nach dem Frühjahrsputz noch übrig haben, sollten Sie nicht in den Abfluss kippen, sondern erst einmal aufbrauchen. Generell gilt: Putzmittel nicht unverdünnt den Abfluss herunterkippen – das schadet der Umwelt. Jeglichen Reiniger können Sie auch mit etwas Wasser in einem Eimer verdünnen, in den Sie dann den Lappen eintauchen. So halten Ihre Putzmittel länger und Sie müssen seltener neue kaufen. Außerdem schont verdünnter Reiniger die Oberflächen, wenn Sie diese nicht direkt einsprühen.

Geheimtipp: Alternativ haben Sie mit Sicherheit auch noch etwas Backpulver oder Natron sowie Essigessenz zuhause. Damit können Sie sich Putzmittel wie zum Beispiel einen Bio-Essigreiniger selber herstellen. Essig und Natron eignen sich übrigens wunderbar dazu, um stinkige Abflüsse durchzuspülen, damit das Wasser wieder gut ablaufen kann.

4. Fenster zum richtigen Zeitpunkt putzen

Fenster putzt man natürlich am liebsten bei schönem Wetter und nicht bei Regen. Das ist auch richtig so. Wenn die Sonne scheint, sollten Sie aber entweder schnell sein oder warten, bis ein paar Wolken aufziehen. Denn durch das wärmende Sonnenlicht trocknen die Glasscheiben schneller und es entstehen unschöne Streifen und Schlieren.

5. Badezimmer und Küche säurearm reinigen

Prinzipiell spricht nichts dagegen, Essigreiniger oder Zitronensäure im Bad und in der Küche zu verwenden, zumal man mit ihnen wunderbar Kalkflecken auf den Fliesen wegbekommt. Dennoch sollten Sie vorsichtig sein, weil säurehaltige Reinigungsmittel die kalkhaltigen Putzfugen porös machen können.

Tipp: Haben Sie keine anderen Reiniger zur Hand, sprühen Sie die Fugen vorher mit Wasser ein. Dadurch entsteht ein Schutzfilm auf der Oberfläche. Bei Putzarbeiten mit säurehaltigen Reinigern sollten Sie außerdem immer Handschuhe anziehen.

6. Mehrere Lappen für den Frühjahrsputz nutzen

Das Klo kommt beim Bad putzen zum Schluss dran. Dann kann man doch wohl auch den gleichen Lappen nehmen. Oder etwa nicht? Tatsächlich sollten Sie aus Hygienegründen lieber einen zusätzlichen Lappen für das Klo verwenden. In der professionellen Reinigung gibt es für verschiedene Bereiche im Haushalt sogar vier unterschiedliche Lappenfarben:

  • Roter Lappen: Toilette
  • Gelber Lappen: Waschbecken
  • Blauer Lappen: Möbel
  • Grüner Lappen: Küche

Natürlich ist es Ihnen freigestellt, ob Sie so viele verschiedene Lappen benutzen möchten. Eine farbliche Zuordnung kann beim Frühjahrsputz aber sinnvoll sein.

Nach ihrem Einsatz sollten Sie die Lappen einmal in der Waschmaschine waschen, um Bakterien abzutöten.

7. Ausmisten beim Frühjahrsputz nicht vergessen

Ab in den Schrank, Tür zu, fertig aufgeräumt? Ja, so einfach kann es sein. Effektiver Frühjahrsputz geht aber anders. Denn dazu gehört auch, einmal alle Schränke und Schubladen durchzugehen und ordentlich auszumisten.

Es hilft, wenn Sie Ihren Schrank einmal vollständig ausräumen und sich jedes Teil anschauen. Brauchen Sie es nicht mehr, können Sie es entweder spenden, weiterverkaufen oder an Freunde verschenken. Räumen Sie nur noch das ein, was Sie auch wirklich noch tragen möchten.

Sie können den Schrank auch saisonal einräumen und zum Beispiel alle Winterkleidung in luftdicht verschlossenen Kisten über den Sommer auf dem Dachboden oder im Keller lagern. Das Prinzip nennt sich Capsule Wardrobe.

8. Alle Textilien im Haushalt waschen

Auch Gardinen, Teppiche und Sofabezüge sollten Sie ab und zu waschen oder reinigen. Zwar mögen die Gardinen auf den ersten Blick vielleicht noch völlig in Ordnung aussehen, sie sind jedoch die reinsten Staubfänger.

Gardinen sollten Sie ein bis zwei Mal im Jahr waschen, Hausstaubmilbenallergiker sogar noch häufiger.

Auch Decken und Kissen sollten Sie mindestens einmal im Jahr waschen oder zur Reinigung bringen.

9. Jede Ecke beim Frühjahrsputz entstauben

In jedem Haushalt gibt es staubige Ecken, die man gerne übersieht. Wenn Sie sich schon einmal im Jahr dazu aufraffen, ordentlich zu reinigen, sollten Sie auch über diese Stellen zumindest kurz mit dem feuchten Putzlappen oder einem Staubtuch gehen:

  • Heizkörper (sowohl von außen, als auch dahinter und von innen)
  • Fliesenspiegel im gesamten Bad und in der Küche
  • in den Ecken unter der Zimmerdecke
  • hinter Fernseher und Musikanlage
  • unter Schränken
  • im Schuhregal
  • im Badschrank unter dem Waschbecken
  • Türrahmen
  • Lampenschirme
  • einzelne Elemente von Rollos

10. Erst saugen, dann Böden wischen

Das Wischen des Fußbodens gehört garantiert nicht zu den beliebtesten und wahrscheinlich auch zu den anstrengendsten Aufgaben beim Frühjahrsputz. Sie können sich aber eine ganze Menge Arbeit und Zeit ersparen, indem Sie vorher bereits alle Möbel hochstellen und einmal komplett durchsaugen. So haben Sie die meisten Wollmäuse bereits eingefangen und können anschließend effizient wischen.

Tipp: Der Bodenwischer oder das Mikrofasertuch sollte nicht zu nass sein, da zu viel Wasser den Boden beschädigen kann. Parkett- und Laminatböden sowie Korkböden wischen Sie am besten nur nebelfeucht.

Ein leistungsstarker Sauger erleichtert den Frühjahrsputz.

11. Nach dem Frühjahrsputz richtig lüften

Den Frühjahrsputz sollten Sie nicht beenden, ohne zum Schluss noch einmal ordentlich durchzulüften. Das sorgt nicht nur für einen frischen Frühlingsduft in der Wohnung, auch schädliche Putzmittelgerüche und -dämpfe können so besser verfliegen.

Mit Plan und den richtigen Tipps stressfrei durch den Frühjahrsputz

Der Frühjahrsputz muss keine Mammutaufgabe sein. Mit einem klaren Plan, der richtigen Reihenfolge und ein paar einfachen Tricks lässt sich das Zuhause Schritt für Schritt gründlich reinigen. Wer außerdem ausmistet, nachhaltige Reiniger nutzt und auch versteckte Ecken nicht vergisst, sorgt für mehr Ordnung und ein frisches Wohngefühl.

So starten Sie sauber, organisiert und mit neuer Energie in den Frühling.

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Carina Langer

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