

Was tun, wenn das Budget klein ist, Sie aber dennoch einen schönen Garten in Kreuztal, Sundern oder Meinerzhagen haben möchten? Wir haben 13 Spartipps für Sie, mit denen Sie günstig gärtnern und dabei viel Geld in Ihrem Garten im Siegerland, Sauerland oder Märkischen Kreis sparen.
Wer schon über eine längere Zeit mit dem Metier vertraut ist, weiß, dass Gärtnern durchaus ins Geld gehen kann. Pflanzen, Zubehör, Gartengeräte und Gartenerde oder Kompost – all das kann ganz schön am Portemonnaie zerren. Aber auch mit wenig Budget können Sie einen schönen Garten anlegen.
Spartipp 1: Weniger entsorgen, mehr recyceln
Aufzuchtbehälter für Saatgut oder Jungpflanzen müssen Sie nicht teuer kaufen – leere Joghurtbecher tun es genauso. Oder Sie falten aus Zeitungspapier einen Aussaattopf. Wer die Plastikblumentöpfe gekaufter Pflanzen beim Umtopfen oder Einpflanzen nicht wegwirft, sondern aufbewahrt, hat zudem immer ausreichend Töpfe für die Aufzucht von Pflanzen parat.
Statt eines teuren Zimmergewächshauses können Sie leere Plastikverpackungen für Obst und Gemüse einfach zum Mini-Gewächshaus umfunktionieren. Aus alten Fahrradspeichen lassen sich Rankhilfen basteln, alte Kochtöpfe oder ausrangierte Gefäße können als Pflanzgefäße dienen und sind auch noch ein origineller Hingucker in Ihrem Garten.
Und die Äste vom letzten Baumschnitt können Sie einfach zur Beetabgrenzung nutzen und sich so die teuren Rasenkantensteine aus Beton sparen.
Spartipp 2: Pflanzen-Fehlkäufe vermeiden
Viele teuer gekaufte Pflanzen gehen nach kurzer Zeit ein, weil sie am falschen Standort oder in die falsche Erde gepflanzt wurden. Wer sich vorher informiert oder beraten lässt, welche Pflanzen überhaupt zum gewünschten Standort passen und welche Art von Boden die Pflanze benötigt, vermeidet teure Pflanzen-Fehlkäufe.
Also: Lassen Sie sich nicht von blühenden Schönheiten zu Fehlkäufen verleiten, sondern prüfen Sie vor jedem Pflanzenkauf, welche Anforderungen an Standort und Boden die Pflanze hat. Und erkundigen Sie sich, welchen Platzbedarf die Pflanze hat. So kaufen Sie nicht zu viele Stauden, die dann gar nicht auf den vorhandenen Platz passen.
Spartipp 3: Wurzelnackte statt eingetopfte Pflanzen kaufen
Wurzelnackte Pflanzen finden Sie in Gartencentern so gut wie nie. Sie machen einfach nicht viel her und verführen deshalb nicht zum Kauf. In den Online-Shops von Staudengärtnereien finden Sie aber Wurzelware. Diese ist nicht nur häufig günstiger als eingetopfte Pflanzen, sie hat auch noch weitere Vorteile.
Sie kann kostengünstig verschickt werden und ist leicht zu transportieren. Wurzelnackte Gehölze werden vor allem in der laubfreien Zeit angeboten und gepflanzt. Beim Pflanzen müssen die Wurzeln anschließend gut mit Erde umschlossen und die Pflanzen gründlich angegossen werden.
Einen Nachteil haben wurzelnackte Pflanzen allerdings: Sie brauchen etwas Geduld, bis die Pflanzen austreiben und voll im Saft stehen. Im Sommer gepflanzte Containerpflanzen sind natürlich sofort grün.
Spartipp 4: Pflanzen selber aussäen
Weit günstiger als Pflanzen sind Samen. Zudem ist bei Gemüsepflanzen die Sortenvielfalt bei Samen sehr viel größer als bei Jungpflanzen.
Und wer die Samen nicht kauft, sondern selbst nach der Blüte sammelt, fährt noch günstiger. Auch viele Schmuckpflanzen wie etwa Cosmeen, Sonnenblumen, Stockrosen oder Akeleien können Sie leicht selbst aussäen – entweder Sie ziehen die Pflanzen im frühen Frühjahr auf der Fensterbank vor oder säen sie etwas später direkt ins Freiland aus.
Spartipp 5: Pflanzen tauschen statt kaufen
Eine weitere Möglichkeit, an günstige Pflanzen für den Garten zu kommen, ist der Pflanzentausch. Mit Nachbarn getauschte Pflanzen befanden sich bereits allesamt im Freiland, obendrein auch noch in unmittelbarer Umgebung der eigenen Gartenanlage. Bei passenden Standortbedingungen können sie sich deshalb gut etablieren. Eine Garantie für ein besseres Anwachsen als bei gekauften Pflanzen gibt es allerdings nicht.
Wer keine Nachbarn zum Pflanzentauschen hat, kann einfach einmal nachforschen, ob in seiner Nähe im Frühjahr oder Herbst eine Pflanzentauschbörse stattfindet. Oder Sie fragen beim örtlichen Gartenbauverein oder bei der Gemeinde nach.
Alternativ gibt es Online-Pflanzentauschbörsen. Auch auf Kleinanzeigen oder Nachbarschaftsportalen werden Pflanzen zum Tausch oder sehr günstig abgegeben.
Spartipp 6: Pflanzen selbst vermehren
Aus eins mach zwei: Ihre Lieblingsblumen müssen Sie nicht unbedingt neu kaufen, wenn Sie mehrere Exemplare davon haben möchten. Viele Pflanzen lassen sich leicht selbst vermehren: Bei einjährigen Pflanzen durch Samen, bei Stauden beispielsweise durch Stecklinge oder indem Sie sie einfach teilen.
Besonders einfach ist dies bei vielen Stauden und Gräsern. Außerdem kann die Teilung bei geeigneten Stauden dazu beitragen, ältere Pflanzen zu verjüngen und ihre Blühfreude zu erhalten.
Spartipp 7: Auf mehrjährige Pflanzen setzen
An einjährigen Pflanzen haben Sie nur eine Saison lang Freude. Sie müssen sie jedes Jahr neu kaufen. Das geht ganz schön ins Geld und macht auch einiges an Arbeit. Besser ist es, stattdessen auf mehrjährige, winterharte Stauden zu setzen. Wenn diese am richtigen Standort wachsen, haben Sie nur einmal die Anschaffungskosten und können sich jahrelang an ihnen erfreuen. Zudem können Sie sie durch Teilung einfach vermehren.
Spartipp 8: Im Herbst Zwiebeln kaufen
Blumenzwiebeln werden in den Gartencentern nach der Hauptverkaufszeit häufig günstiger angeboten, sodass es sich lohnen kann, dann zuzuschlagen. Gesunde und feste Zwiebeln können Sie noch in den Boden stecken, solange der Boden frostfrei und bearbeitbar ist und die jeweilige Pflanzenart für eine Herbstpflanzung geeignet ist.
Zudem kommen viele Zwiebelpflanzen jedes Jahr wieder. Verwildernde Blumenzwiebeln verbreiten sich darüber hinaus auch noch selbstständig. Dazu gehören beispielsweise Schneeglöckchen, Hasenglöckchen, Winterling, Zierlauch, Krokusse, Hyazinthen, Blaustern oder Waldtulpe.
Spartipp 9: Hier gibt’s kostenlos Bäume oder Sträucher
Sie möchten gerne einen größeren Strauch oder Baum pflanzen, haben aber gerade kein Geld dafür übrig? Dann schauen Sie doch einmal in entsprechenden Kleinanzeigen vorbei. Immer wieder bieten Privatpersonen Bäume und Sträucher aus ihren Gärten kostenlos für Selbstabholer an.
Die Voraussetzung: Sie müssen die Pflanzen meist selbst ausgraben und abtransportieren. Dabei sollten Sie allerdings darauf achten, ob die betreffende Pflanze für das Umpflanzen geeignet ist und ob sie am neuen Standort ausreichend Platz hat. Auch an Heckenpflanzen können Sie so günstig kommen.
Spartipp 10: Wo Sie Kompost günstig herbekommen
Kompost ist ein wertvoller Bodenverbesserer und kann als Naturdünger im Garten eingesetzt werden. Sie können ihn teuer im Gartencenter kaufen. Günstiger ist es allerdings, selbst einen Kompost anzulegen. Dabei lassen sich unter anderem Garten- und Küchenabfälle sinnvoll verwerten.
Kommt das nicht infrage, können Sie Kompost je nach Kommune auch bei einem Kompostwerk oder Wertstoffhof beziehen. Die Preise und Abgabebedingungen unterscheiden sich regional, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Angebote Ihrer Kommune.
Spartipp 11: Günstige Alternativen zu gekaufter Gartenerde
Gartenerde, etwa für ein Hochbeet, geht ebenfalls ganz schön ins Geld. Aber auch hier lohnt sich ein Blick in Kleinanzeigen. Einfach nach Mutterboden oder Gartenerde suchen. Dort wird häufig überschüssige Gartenerde an Selbstabholer abgegeben, beispielsweise wenn ein Garten umgestaltet wurde und anschließend Erde übrig ist.
Bei kostenlos angebotener Erde sollten Sie allerdings prüfen, woher sie stammt und ob sie frei von Unkrautsamen, Schadstoffen, Schädlinge oder anderen unerwünschten Bestandteilen ist. Gerade für Gemüsebeete sollten Sie nicht bedenkenlos irgendeinen Boden verwenden.
Spartipp 12: Günstige Alternativen zu teuren Düngern
Günstige Alternativen zu teuren Düngern gibt es viele und sie sind auch ökologischer als der Kunstdünger aus dem Gartencenter. Sehr gut düngen können Sie Ihre Pflanzen beispielsweise mit Kaffeesatz. Der ist reich an Phosphor, Kalium, Stick- und Mineralstoffen und viel zu schade zum Wegwerfen. Wer keinen oder nur wenig Kaffee trinkt, kann sich Kaffeesatz eventuell im Büro besorgen. Oder fragt einfach mal im Café um die Ecke.
Auch Eierschalen sind ein guter Dünger. Zerkleinern Sie dafür die Eierschalen von zwei bis drei Eiern so klein wie möglich. Am besten geht das mit einem Mörser. Dann mischen Sie die zerkleinerten Eierschalen mit Gießwasser und lassen das Gemisch für bis zu zwölf Stunden ziehen, damit die Schalen den Kalk in das Wasser abgeben.
Auch Asche ist ein guter Dünger, allerdings nur solche von Holz, nicht die vom Grillen!
Und sogar Gemüsewasser kann als Dünger Wunder wirken: Beim Kochen gibt Gemüse viele Nähr- und Mineralstoffe an das Kochwasser ab, das Sie deshalb sehr gut als Dünger einsetzen können. Besonders geeignet ist Blumenkohl-, Brokkoli-, Kohl- und Spargelwasser.
Spartipp 13: Regenwasser sammeln, um Wasserkosten zu sparen
Den Garten mit Trinkwasser zu gießen, kann ins Geld gehen. Die tatsächlichen Kosten hängen vom örtlichen Wasser- und Abwasserpreis ab und unterscheiden sich von Kommune zu Kommune.
Geld sparen können Sie, wenn Sie Regenwasser sammeln und für die Gartenbewässerung nutzen. Eine einfache Regentonne lässt sich über einen Regensammler am Fallrohr anschließen. Die Verbraucherzentrale NRW empfiehlt die Regenwassernutzung ausdrücklich zur Gartenbewässerung: Sie reduziert den Trinkwasserverbrauch und kann damit auch die Wasserkosten senken.
Für Regentonnen und andere offene Wasserspeicher gilt: Sie sollten insbesondere wegen der Ertrinkungsgefahr für Kinder immer sicher abgedeckt sein.
Gerade in den zunehmend trockenen Sommermonaten kann eine Regentonne außerdem praktisch sein, weil Sie Niederschläge speichern und später zur Bewässerung nutzen können. Für größere Gärten oder einen höheren Wasserbedarf kann auch eine Zisterne interessant sein. Ob sich eine solche Investition lohnt, hängt unter anderem von Grundstück, Wasserbedarf, Speichergröße und den örtlichen Kosten ab.
Fazit: Günstig gärtnern und dabei Geld sparen
Ein schöner Garten muss nicht teuer sein. Wer Pflanzen aussäht und vermehrt, Materialien wiederverwendet, Regenwasser sammelt und beim Kauf auf günstige Alternativen achtet, kann die Kosten deutlich reduzieren. Gerade im Siegerland, Sauerland und Märkischen Kreis lohnt es sich außerdem, regionale Tauschbörsen, Kleinanzeigen und kommunale Angebote zu nutzen. So können Sie mit wenig Budget einen schönen und nachhaltigen Garten gestalten und haben dabei sogar mehr Freude am Selbermachen.
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