

Gesellschaftlich ist mit der Energiekrise auch in Kreuztal und Neuenrade sowie in Schmallenberg, Lüdenscheid und Arnsberg ein Run auf Photovoltaikanlagen entstanden. Nachvollziehbar, schließlich sind Photovoltaikanlagen ein probates Mittel, um Energiekosten und CO²-Emissionen einzusparen, das Gebäude autarker auszugestalten sowie die Investition in einer überschaubaren Zeit durch Energiekosteneinsparungen zu amortisieren.
Eine Photovoltaikanlage besteht im Wesentlichen aus den folgenden Bauteilen:
- Solarpanels oder -module
- Wechselrichter
- Speicher
- Kabelstränge
- Zweirichtungszähler
Das A und O sind zunächst die Solarmodule auf dem Dach. Sie erzeugen über Jahrzehnte Strom zum Eigenverbrauch in Form von Gleichstrom, der über einen Kabelstrang ins Haus geführt wird. Die am Markt verfügbaren Solarmodule unterscheiden sich hinsichtlich vielfältigster Aspekte: Aufdach- oder Indach-Elemente, Glas-Glas- oder Glas-Folie-Modelle, Dünn- oder Dickschichtausführungen und innerhalb derer nochmals nach mono- und polykristallinen Varianten. Außerdem: Material, Belastbarkeit, chemische Elemente usw. Um einen Überblick zu geben, Hintergründe zu erläutern und um auf eine Empfehlung zurückgreifen zu können, haben wir Ihnen in einem speziellen Beitrag „PV-Module: Monokristallin, Aufdach, Dickschicht, Glas-Glas – alles klar?“ auf Wohnen in Südwestfalen die wichtigsten Aspekte zusammengestellt.
Wechselrichter, Speicher und Energiefluss im Überblick
Der unter den Dachpfannen und an der Hauswand nach unten geleitete Kabelstrang verbindet die Solarmodule mit dem Wechselrichter, dem intelligenten Teil der Anlage. Neben der Kernfunktion, den am Dach produzierten Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom zu verwandeln, ist er zugleich die Schaltzentrale. Er steuert aus, welcher Anteil
- des gewonnenen Stroms zum aktuellen Verbrauch zur Verfügung gestellt wird,
- wie viel in den Speicher fließt und
- speist den Überschuss in das öffentliche Netz ein.
Ferner ist der Wechselrichter mit dem Stromzähler im Sicherungskasten verbunden. Dort messen Fachleute, welche Stromanteile welchen Weg genommen haben. Daher muss der Zähler ein Zweirichtungszähler sein.
Warum ein Speicher für viele Haushalte sinnvoll ist
Apropos Speicher: Da die Einspeisevergütung deutlich gesunken und nicht mehr rentabel ist, statten Eigentümer heute nahezu alle PV‑Anlagen mit einem Speicher aus, um den Eigenverbrauch zu optimieren. Der Speicher dient also dazu, überschüssigen, gerade nicht verbrauchten Strom zu bevorraten. Es ist aus diesen Gründen sinnvoll, sämtliche Bestandteile der PV-Anlage auf den Eigenverbrauch auszulegen. Selbst minimalistisch dimensionierte Anlagen produzieren im Sommer ein Vielfaches der benötigten Strommenge und könnten damit rein rechnerisch sogar die Nachbarschaft mitversorgen. Im Winter hingegen reicht die Sonnenscheindauer und Sonnenstellung nicht aus, sodass der Speicher sich nicht vollständig füllen kann. Verschiedene Zuschüsse des Landes und Anderer zielen ausschließlich auf den Speicher ab. Kein Wunder, nur „mit“ macht Sinn.
Welche Bedingungen den Stromertrag bestimmen
Der Stromertrag hängt natürlich von mehreren Bedingungen ab: Lage, Dachfläche, Dachneigung, Modulfläche, Leistungsfähigkeit der Module, Verschattungen, usw. Für einen Zwei-Personenhaushalt ohne E-Auto und ohne Wärmepumpe reichen 6 Kilowattpeak längst aus und produzieren 65-85 % des Strombedarfs, außerdem wird der Überschuss eingespeist, verkauft und vergütet. Mit Nutzung der oben genannten Einflussfaktoren E-Auto und Wärmebedarf vervielfacht sich der Bedarf allerdings.
Individuelle Beratung und optimale Auslegung Ihrer PV‑Anlage
In einer Beratung bei der Volksbank Sauerland eG oder Volksbank in Südwestfalen eG erhalten Sie eine fundierte Beratung mit weiteren Rahmenbedingungen, einer optimalen Ausgestaltung für Ihr Gebäude und Ihre Verbräuche sowie zu allen nationalen, landesweiten, regionalen und privaten Fördermöglichkeiten. Wir entwickeln mit Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Umsetzung, damit Sie keine Förderzuschüsse verlieren und zeigen Ihnen nicht nur auf, was die Anlage brutto, sondern auch, was sie netto nach allen Vergünstigungen kostet und welche monatlichen Energiekosteneinsparungen daraus resultieren. Selbstverständlich haben wir auch Lösungen auf Wohnen in Südwestfalen für Sie vorbereitet, wie die Zuschüsse ohne viel bürokratischen Aufwand beantragt werden können. Denn eigentlich wollen Sie die Sonne ja genießen, grillen und auf Ihrer App beobachten, wie sich der Speicher füllt und nicht am Schreibtisch sitzen.
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