

Eine energetische Dachsanierung kommt in den nächsten Jahren auf viele Hauseigentümer im Siegerland, Sauerland und Märkischen Kreis zu. Ob in Siegen, Lüdenscheid oder Schmallenberg: Eigentümer stellen sich dabei vor allem die Kostenfrage. Erfahren Sie, womit Sie ungefähr rechnen müssen – und was es zu beachten gilt.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine komplette Dachsanierung kann je nach Umfang, Material und beauftragtem Unternehmen etwa 210 bis 700 Euro pro Quadratmeter kosten.
- In Nordrhein-Westfalen gilt bei Neubauten und bei vollständiger Erneuerung der Dachhaut eine Photovoltaik-Pflicht. Dazu gelten bestimmte Ausnahmen.
- Für energetische Sanierungsmaßnahmen wie die Dachdämmung gibt es staatliche Förderungen. Ihre Volksbank berät Sie gern zur Finanzierung.
Das können Sie tun
- Prüfen Sie den Zustand Ihres Daches mindestens jährlich. Bei Schäden: Lassen Sie sich frühzeitig fachlich beraten.
- Holen Sie mehrere Angebote von regionalen Dachdeckerbetrieben ein und vergleichen Sie Leistungen, Materialien und Garantien – nicht nur den Endpreis.
- Klären Sie, ob für Ihr Projekt eine PV-Pflicht besteht und welche Förderprogramme gegebenenfalls infrage kommen.
- Stellen Sie Förderanträge unbedingt vor dem Start der Arbeiten und planen Sie mögliche Eigenleistungen realistisch ein.
- Denken Sie langfristig: Eine gute Dämmung und moderne Technik senken zwar nicht sofort die Investitionskosten, aber dauerhaft Ihre Energiekosten.
Was kostet eine Dachsanierung?
Dachart, -form, -fläche, Material, Lage, Umfang der Arbeiten und Handwerker-Kosten vor Ort: Aufgrund der vielen Einflussfaktoren lässt sich für eine Dachsanierung nur ein grober Kostenrahmen nennen. So kann diese beispielsweise nur eine nachträgliche Dämmung umfassen oder aber die Neueindeckung samt Dämmung und Arbeiten am Dachstuhl einschließen. Für einen neuen Dachstuhl, die Dachdeckung und die Dachdämmung zusammen ergibt sich durch die vielen Faktoren eine weite Kostenspanne zwischen etwa 210 bis 700 Euro pro Quadratmeter.
Dachsanierung: Kosten pro m2 Dachfläche
Eine komplette Dachsanierung umfasst üblicherweise die Erneuerung des Dachstuhls nach Bedarf, die Dämmung und die Dacheindeckung. Die nachfolgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die durchschnittlichen Kosten pro Quadratmeter inklusive Material- und Handwerkerkosten.
| Maßnahme | durchschnittliche Kosten pro Quadratmeter Dachfläche |
| Dachstuhl | 70 bis 250 Euro |
| Dachdämmung | 50 bis 150 Euro |
| Dacheindeckung | 90 bis 300 Euro |
| Gesamt | 210 bis 700 Euro |
Kostenüberblick Dachsanierung Standardmaßnahmen, Hinweis: Je nach Kombination der Maßnahmen können sich einzelne Leistungen überschneiden (zum Beispiel Gerüstkosten), sodass die Einzelwerte in der Praxis nicht immer vollständig addiert werden können. Angaben ohne Gewähr
Zusätzliche Kosten bei der Dachsanierung
Hinzu kommen die Kosten für weitere Leistungen. Dazu gehören etwa ein neues Entwässerungssystem, Abriss und Entsorgung, Rückbau und Aufbau eines neuen Schornsteins, Dachfenstereinbau, Dachbodenausbau sowie die Montage einer Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage).
| Maßnahme | durchschnittliche Kosten |
| Entwässerungssystem | 1.000 bis 2.000 Euro |
| Abriss und Entsorgung | 2.000 bis 8.000 Euro |
| Neuer Schornstein inklusive Rückbau des alten Schornsteins | 2.000 bis 4.000 Euro |
| Dachboden Innenausbau | 300 bis 800 Euro pro Quadratmeter |
| PV-Anlage (Solaranlage ohne Speicher inklusive Montage, je nach kWp) | 6.500 bis 16.000 Euro |
| Photovoltaik-Anlage (Solaranlage mit Speicher inklusive Montage, je nach kWp) | 10.000 bis 20.000 Euro |
Kostenüberblick Dachsanierung Zusatzmaßnahmen, Angaben ohne Gewähr
Solarpflicht bei der Dachsanierung: Was gilt aktuell?
Wie in vielen anderen Bundesländern gilt mittlerweile auch in Nordrhein-Westfalen eine Solarpflicht. Konkret bedeutet das: Bei Dachsanierungen und im Neubau müssen Eigentümer PV-Anlagen installieren. Mit „Dachsanierung“ ist dabei die vollständige Erneuerung der Dachhaut gemeint. Das soll dazu beitragen, die Klimaschutzziele zu erreichen.
Die Umsetzung ist in folgenden Schritten erfolgt:
| Jahr | Regelung |
| Seit 2022 | Neu gebaute Parkplatzflächen, die zu Nicht-Wohngebäuden gehören, müssen mit einer PV-Anlage ausgestattet werden. Allerdings nur dann, wenn es um mehr als 35 Stellplätze geht und diese dafür geeignet sind. |
| Seit 2024 | Eigentümer müssen beim Neubau von Nichtwohngebäuden PV-Anlagen installieren. |
| Seit 2025 | Auch beim Neubau von Wohngebäuden müssen Eigentümer PV-Anlagen ergänzen. Dabei muss die PV-Anlage mindestens 30 Prozent der gesamten Dachfläche einnehmen. |
| Seit 2026 | Auch Eigentümer, die das Dach ihres bestehenden Wohngebäudes sanieren (vollständige Erneuerung der Dachhaut), müssen eine PV-Anlage installieren. Die PV-Anlage muss mindestens 30 Prozent der geeigneten Dachfläche der Bestandsimmobilie einnehmen. Als nicht geeignete Dachfläche gelten zum Beispiel Dachfenster oder eine Dachfläche, die das Gewicht einer PV-Anlage nicht tragen kann. |
Übersicht Entwicklung Solarpflicht in NRW, Angaben ohne Gewähr
Dazu gibt es folgende Ausnahmen:
- In Bestandsimmobilien mit maximal 10 Wohneinheiten entfällt die 30-Prozent-Regel, wenn die Anlage alternativ eine bestimmte Mindestleistung erreicht. Bei Ein- bis Zweifamilienhäusern liegt diese bei 3 kWp. Bei 3 bis 5 Wohneinheiten im Haus sind es 4 kWp. Bei 6 bis 10 Wohneinheiten müssen mindestens 8 kWp erzeugt werden.
- Für Gebäude mit einer Nutzfläche von bis zu 50 Quadratmetern besteht keine Solarpflicht.
- Die Pflicht entfällt, wenn das Dach für eine PV-Anlage nicht geeignet ist. Beispiel: Reetdach.
- Sie müssen bei einer Dachsanierung keine PV-Anlage installieren, wenn diese – etwa aufgrund der Lage – unwirtschaftlich wäre. Das ist der Fall, wenn sich die Anschaffungskosten trotz optimaler Ausrichtung nach 25 Jahren voraussichtlich noch nicht amortisiert haben.
- Unter Umständen kann die Pflicht bei denkmalgeschützten Immobilien entfallen.
- Bei privaten Garagen oder Lauben besteht grundsätzlich keine Solarpflicht.
- Die Bauaufsichtsbehörde kann Sie auf Antrag von der Solarpflicht befreien, wenn eine unbillige Härte vorliegt. Unbillige Härte kann zum Beispiel vorliegen, wenn Sie die Kosten nicht tragen können und keine Finanzierung in entsprechender Höhe erhalten.
Beispiel: Kosten einer Dachsanierung
Bei den obigen Kostenangaben handelt es sich um Durchschnittswerte, die Sie als ungefähre Richtwerte verwenden können. Nicht immer muss eine Dachsanierung jedoch teuer sein. Im Einzelfall ergibt sich oft Sparpotenzial. Das zeigt folgendes Beispiel.
Das Eigentümerpaar ließ das Reetdach ihrer über 200 Jahren alten Immobilie teilsanieren. Das Dach wies auf der Wetterseite deutlich sichtbare Schäden auf. Der Dachstuhl war jedoch noch in Ordnung. Das beauftragte Unternehmen empfahl, die gesamte Wetterseite neu einzudecken. Die andere Dachseite blieb unverändert.
Um Materialkosten zu sparen, wurde die Dacheindeckung auf der restlichen noch intakten unteren Reetschicht angebracht. Die Kosten für den Aufbau eines Gerüsts entfielen, weil der Zugang zum Dach der in den Hang gebauten Immobilie unkompliziert und sicher auch ohne Gerüst möglich war. Kosten für den Abtransport des alten Reets fielen ebenfalls nicht an: Die Eigentümer nutzten die Möglichkeit, den natürlichen Baustoff im Garten zu kompostieren. Die Installation einer PV-Anlage war auf dem Reetdach nicht möglich.
Die Kosten umfassten:
- Materialkosten für etwa 1.000 Schilfrohrballen
- Anliefern des Materials
- Dach eindecken, ungefähr 20 cm dick, auf der restlichen noch intakten Unterschicht (Teilsanierung)
- Reinigen der Baustelle
Die Gesamtkosten beliefen sich auf 9.800 Euro zzgl. Mehrwertsteuer.
Wie viel kostet ein komplett neues Dach mit Dämmung?
Bei einer Dachfläche von 100 Quadratmetern kommen Sie für eine Dachsanierung mit Rückbau, Entsorgung, Eindeckung, Dämmung und einer PV-Anlage ohne Speicher auf Gesamtkosten von circa24.500 bis 50.000 Euro. Muss der Dachstuhl erneuert werden, fallen zusätzliche Kosten an. Dabei handelt es sich um einen ungefähren Richtwert. Der tatsächliche Preis ist unter anderem abhängig von der Dachform, dem Dämmstandard, dem Eindeckungsmaterial, den Handwerkerpreisen und der Leistung der Photovoltaik-Anlage.
Wie umfassend Sie Ihr Dach sanieren müssen, hängt in erster Linie vom Alter und Ausmaß der Schäden ab. Ein Modernisierungscheck durch einen Experten kann sinnvoll sein, bevor Sie konkret Angebote von Handwerksbetrieben einholen.
1. Kosten für einen neuen Dachstuhl
Der Dachstuhl ist Träger der gesamten Dachkonstruktion. Ist er nicht mehr stabil, muss er erneuert werden. Oft ist das der Fall, weil Feuchtigkeit das Holz beschädigt hat. Die Kosten dafür belaufen sich je nach Dachform inklusive Material und Handwerkerkosten auf rund 70 bis 250 Euro pro Quadratmeter Dachfläche. Das gilt ohne Dämmung oder Dacheindeckung sowie Kosten für den Abriss, die Entsorgung und das Gerüst. Dafür können je nach Dachgröße einige Tausend Euro zusätzlich fällig werden.
Am günstigsten ist neben dem Flachdach oft ein klassisches Satteldach. Je nach Situation können das Pultdach und das Walmdach jedoch preislich mithalten. Architektonische Besonderheiten wie Gauben erhöhen den Preis.
| Maßnahme am Dachstuhl | Kosten |
| Demontage der Dacheindeckung | circa 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter |
| Abriss des Dachstuhls | circa 6.000 Euro |
| Entsorgung alter Materialien | circa 2.000 Euro |
Durchschnittliche Kosten, die beim Erneuern des Dachstuhls zusätzlich anfallen können, Angaben ohne Gewähr
2. Kosten für die Dachsanierung mit Dämmung
Wenn Sie Ihr Wohnhaus in Südwestfalen energetisch sanieren, kommen Sie meist um eine neue Dachdämmung oder eine Dämmung der obersten Geschossdecke nicht herum. Gemäß des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) ist dies bei umfangreichen Sanierungsarbeiten oder nach einem Eigentümerwechsel Pflicht.
Die Kosten für die Dachsanierung mit Dämmung hängen unter anderem vom Material, von der Dachform und von der Art der Dämmung ab. Am teuersten ist eine Aufsparrendämmung, die aber auch das größte Energiesparpotenzial hat: Rund 200 bis 320 Euro pro Quadratmeter Dachfläche kostet sie im Schnitt inklusive Eindeckung, Dachziegel und Montage. Sie kann insbesondere sinnvoll sein, wenn Sie auch eine neue Dacheindeckung planen.
Ansonsten kommen die kostengünstigere Zwischensparrendämmung (circa 70 bis 120 Euro pro Quadratmeter) oder die Untersparrendämmung (circa 30 bis 80 Euro pro Quadratmeter) in Frage. In beiden Fällen können Sie Kosten sparen, indem Sie Eigenleistungen übernehmen.
Folgende Tabelle zeigt beispielhaft die reinen Materialkosten für eine neue Dachdämmung mit unterschiedlichen Dämmstoffen (ohne Montage):
| Art der Dämmung | Baukosten pro Quadratmeter Dachfläche |
| Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle | 40 Euro |
| Zwischensparrendämmung mit Zellulose | 41 Euro |
| Zwischensparrendämmung mit Holzfaser | 45 Euro |
| Untersparrendämmung Holzfaser | 50 Euro |
| Aufsparrendämmung mit Holzfaser | 70 Euro |
| Aufsparrendämmung mit PIR | 100 Euro |
Durchschnittliche Kosten für Dämmmaterial pro m2, Angaben ohne Gewähr
3. Kosten für die Dacheindeckung
Grünbewuchs, Unwetter und andere äußere Einflüsse machen der Dacheindeckung über die Jahre zu schaffen. Ist der Schaden so groß, dass es sich nicht mehr lohnt, nur einzelne Ziegel auszutauschen, sollten Sie die Dachhaut erneuern.
Die Kosten hängen neben der Form und Größe der Dachfläche von der Art der Dacheindeckung ab. Fürs Dachdecken ohne Dämmen gilt ein sehr grober Richtwert von 90 bis 300 Euro pro Quadratmeter. Entscheiden Sie sich für moderne Solardachziegel, kann es noch etwas teurer werden. Durchschnittspreise für die unterschiedlichen Möglichkeiten können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen.
Wollen Sie zusätzlich Dachfenster einbauen oder erneuern, belaufen sich die Zusatzkosten auf etwa 370 bis 1.000 Euro pro Stück (ohne Einbau). Aufwendigere Fensterlösungen können auch mehr kosten.
| Material | Materialkosten pro Quadratmeter |
| Dachsteine, Betonziegel | ab 20 Euro |
| Gründach | ab 20 Euro |
| Dachziegel | ab 25 Euro |
| Aluminium | ab 35 Euro |
| Titanzink | ab 50 Euro |
| Kupfer | ab 80 Euro |
| Reet | ab 80 Euro |
| Schiefer | ab 90 Euro |
| Solardachziegel | ab 300 Euro |
Durchschnittliche Materialkosten für die Dacheindeckung, Angaben ohne Gewähr
Woran erkenne ich, dass eine Dachsanierung fällig ist?
Dächer haben normalerweise eine Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten. Dadurch rückt das Thema Dacherneuerung für die meisten Hauseigentümer im Alltag in den Hintergrund. Doch wenn erst größere Schäden auftreten, gehen die Kosten schnell nach oben. Daher sollten Sie sich rechtzeitig um den Austausch einzelner Komponenten kümmern, um Schlimmeres zu vermeiden.
Folgende Faktoren haben Einfluss auf Ihr Dach und machen eine Dachsanierung mittel- bis langfristig notwendig:
- Feuchtigkeit: Besonders der Dachstuhl, aber auch die Dämmung nehmen durch Feuchtigkeit Schaden. Holz kann aufquellen, reißen und schwinden. Achten Sie beispielsweise auf Wasserflecken an der Decke.
- Schimmel: Feuchtigkeit kann die Schimmelbildung provozieren, etwa an der Dämmung oder der Dachlattung sowie im gesamten Haus.
- Unwetter: Sturm, Starkregen und andere Naturphänomene greifen besonders die Dachhaut an. Werden abgedeckte Ziegel und andere Schäden schnell entdeckt, können Sie das Dach meist renovieren, statt es komplett sanieren zu müssen.
Überprüfen Sie grundsätzlich jedes Jahr Ihr Dach. Achten Sie auf Sprünge, Risse, abgedeckte Ziegel, undichte oder morsche Stellen und Grünbewuchs. Wichtig: Manche Versicherungen verlangen im Schadenfall Wartungsnachweise.
Dachsanierung – ab wann und wie oft?
Ab wann und wie oft Sie Ihr Dach sanieren müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa von der Art des Daches. So halten Steildächer oft länger als Flachdächer. Die Haltbarkeit hängt außerdem maßgeblich von der Art der Dacheindeckung ab. Folgende Tabelle verschafft Ihnen einen ersten Überblick:
| Material | Lebensdauer |
| Gründach | 20 bis 40 Jahre |
| Solardachziegel | 25 Jahre bis 35 Jahre |
| Reet | 25 bis 40 Jahre |
| Dachsteine, Betonziegel | 30 bis 60 Jahre |
| Dachziegel | 60 bis 80 Jahre |
| Titanzink | bis 75 Jahre |
| Kupfer | bis 80 Jahre |
| Aluminium | bis 90 Jahre |
| Schiefer | 90 bis 100 Jahre |
Lebensdauer nach Art der Dacheindeckung, Angaben ohne Gewähr
Eine frühere Sanierung kann notwendig sein, wenn Ihr Haus nicht die GEG-Standards erfüllt. Das Dach oder die oberste Geschossdecke zu dämmen, ist laut Gebäudeenergiegesetz bei umfangreichen Sanierungsarbeiten oder nach einem Eigentümerwechsel Pflicht. Dabei muss ein U-Wert von maximal 0,24 W/(m²K) erreicht werden.
Wie kann man bei der Dachsanierung Kosten sparen?
Eine Dachsanierung geht ins Geld, keine Frage. Mit einer guten Planung und professioneller Unterstützung können Sie die Kosten aber im Rahmen halten:
- Vorab kann sich eine Vor-Ort-Modernisierungsberatung durch einen Experten lohnen. So wissen Sie genau, welche Maßnahmen sinnvoll sind – und wo Sie möglicherweise sparen können.
- Holen Sie sich verschiedene Angebote erfahrener Dachdecker-Betriebe ein. Achten Sie bei Material und Handwerkern auf Qualität. Immerhin kann eine hochwertige Dachsanierung viele Jahrzehnte Ruhe bedeuten. Grundsätzlich sollte eine Dachsanierung zukunftsorientiert sein. Eine gute Wärmedämmung und Energiespar-Dachfenster kosten zwar mehr; dafür können Sie damit Ihren Energieverbrauch und die laufenden Kosten nachhaltig senken.
- Wenn möglich, können Sie durch Eigenleistungen Geld sparen. Überschätzen Sie sich aber nicht. Eine nicht fachgerechte Ausführung kann im schlimmsten Fall massive Folgeschäden bedeuten, für die eine Versicherung möglicherweise nicht zahlt.
- Denken Sie daran, dass Sie Handwerkerkosten bei Selbstnutzung teilweise steuerlich absetzen können. Energetische Sanierungsmaßnahmen fördert der Staat sogar mit Steuervorteilen von bis zu 40.000 Euro – maximal jedoch 20 Prozent der Arbeits- und Materialkosten. Vermieter können Erhaltungsaufwendungen als Werbungskosten steuerlich absetzen.
Welche Förderungen gibt es für eine Dachsanierung?
Die gute Nachricht: Es gibt vom Staat finanzielle Entlastung für eine teure Dachsanierung. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützen energetische Sanierungsmaßnahmen mit Förderprogrammen und einem zinsgünstigen Kredit.
Unser Tipp
Aufgrund der rasanten Änderungen im Bereich der Förderungen, empfehlen wir Ihnen den ZuschussGuide zu nutzen, damit Sie immer die aktuellsten Förderungen erhalten. Unser Wohnfühlwissen wird regelmäßig auf Aktualität geprüft und angepasst.
Dachsanierung – was wird gefördert?
Das BAFA fördert gezielt einzelne energetische Maßnahmen an der Gebäudehülle. Dazu gehört zum Beispiel die Dachdämmung. Eigentümer können einen Zuschuss von 15 Prozent der förderfähigen Kosten bekommen. Dazu gibt es einen Bonus von 5 Prozent für bestimmte geförderte Sanierungsfahrpläne. Die förderfähigen Ausgaben sind meist auf 30.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt (mit Bonus für den individuellen Sanierungsfahrplan auf 60.000 Euro), was maximale Zuschüsse von 12.000 Euro (20 Prozent von 60.000 Euro) ermöglicht.
Die KfW-Bankengruppe bietet mit dem Kredit Nr. 261 bis zu 150.000 Euro Kredit und zwischen 5 und 45 Prozent Tilgungszuschuss – allerdings nur für die energetische Sanierung im Rahmen einer Gesamtmaßnahme zum Effizienzhaus. Ihre Volksbank informiert Sie gern über diese und weitere Möglichkeiten zur Finanzierung.
Wichtig bei allen Förderprogrammen
Erst den Antrag stellen und dann mit der Sanierung starten. Eine Bewilligung von Zuschüssen ist nachträglich nicht mehr möglich.
Regionale Fördertöpfe
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