Checkliste Hauskauf – Schritt für Schritt zum Immobilienkauf
Der Traum vom eigenen Haus in Südwestfalen beginnt mit der richtigen Planung. Diese Checkliste hilft Ihnen, nichts zu vergessen und Ihren Hauskauf im Siegerland, Sauerland oder Märkischen Kreis sicher abzuwickeln.
Die Finanzierung ist der erste Schritt. Eine solide Baufinanzierung und eine Finanzierungsbestätigung erleichtern die Immobiliensuche.
Hausbesichtigungen sind essenziell. Prüfen Sie Zustand, Energieeffizienz und mögliche Mängel genau, um unerwartete Kosten zu vermeiden.
Der Notar sichert den Kaufvertrag rechtlich ab. Erst mit der Eintragung ins Grundbuch werden Sie offiziell Eigentümer.
Der Kaufprozess dauert meist mehrere Monate. Von der Suche bis zur Schlüsselübergabe sind mehrere rechtliche und finanzielle Schritte nötig.
Das können Sie tun
Berechnen Sie Ihr Budget und vergleichen Sie die Konditionen mehrerer Finanzierungsanbieter, um eine faire und angemessene Finanzierung für den Hauskauf zu erhalten.
Planen Sie rechtzeitig den Notartermin, um den Kaufprozess rechtssicher abzuschließen.
1. Budgetplanung und Finanzierung für den Kauf klären
Bevor Sie mit der Immobiliensuche starten, sollten Sie wissen, wie viel Haus in Hüsten, Werdohl oder Wilnsdorf Sie sich leisten können. Eine solide Finanzierungsplanung spart Ihnen Zeit und schützt Sie vor unangenehmen Überraschungen.
Budget planen
Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über Ihre finanziellen Möglichkeiten und setzen Sie sich ein realistisches Budget. Hierzu müssen Sie erst einmal Ihr Eigenkapital berechnen. Die Faustregel besagt, dass Ihr Eigenkapital am besten ca. 20 Prozent Ihres Budgets für den Hauskauf bilden sollte. Berücksichtigen Sie dabei nicht nur den Kaufpreis, sondern auch Kaufnebenkosten wie Notar, Grunderwerbsteuer und mögliche Renovierungen.
Baufinanzierung finden
Nachdem Sie Ihr Eigenkapital und Ihr maximales Budget ermittelt haben, können Sie mit der Planung Ihrer Baufinanzierung beginnen. Hierbei ist es wichtig, Angebote von mehreren Anbietern miteinander zu vergleichen, um die für Sie besten Konditionen zu finden. Achten Sie insbesondere auf den Zinssatz, den Tilgungsplan und die Möglichkeiten für Sondertilgungen.
Finanzierungsbestätigung einholen
Haben Sie eine Finanzierung in Aussicht, sollten Sie sich eine Finanzierungsbestätigung ausstellen lassen. Damit zeigen Sie Maklern und Verkäufern, dass Sie zahlungsfähig sind – ein großer Vorteil im Bieterverfahren.
2. Die richtige Immobilie finden
Immobilienangebote checken
Ob Stadtwohnung in Siegen, Reihenhaus in Winterberg oder freistehendes Eigenheim in Herscheid – die Auswahl ist riesig. Überlegen Sie sich vorab, welche Lage, Größe und Ausstattung für Sie infrage kommen. Suchen Sie in Online-Portalen, Zeitungsanzeigen oder bei Ihrer Bank, um passende Angebote zu finden.
Vor- und Nachteile verschiedener Haustypen abwägen
Jede Immobilie hat ihre Stärken und Schwächen. Überlegen Sie sich gut, welcher Haustyp am besten zu Ihren Bedürfnissen und Ihrem Budget passt. Hier ein Überblick:
Neubau: Energiesparend, modern und individuell planbar, aber oft teurer und mit längerer Bauzeit.
Bestandsimmobilie: Schneller beziehbar, oft günstiger als ein Neubau, aber möglicherweise versteckte Mängel.
Altbau: Charmant mit historischem Flair, dafür oft mit Sanierungsbedarf und höheren Instandhaltungskosten.
Fertighaus: Schnell gebaut, meist kostengünstiger, aber oft weniger individuelle Gestaltungsmöglichkeiten.
Reihenhaus: Günstiger als ein freistehendes Haus, aber weniger Privatsphäre und oft kleinere Gärten.
Doppelhaushälfte: Weniger teuer als ein freistehendes Haus, aber direkte Nachbarn und eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten.
Bungalow: Barrierefrei und praktisch für jedes Alter, benötigt aber eine größere Grundstücksfläche.
Mehrfamilienhaus: Möglichkeit zur Vermietung, zusätzliche Einnahmen, aber höherer Verwaltungsaufwand.
Tipp: Erstellen Sie eine Liste mit Ihren persönlichen „Must-haves“ und „No-Gos“, um Ihre Suche nach passenden Objekten zu verfeinern.
Immobilienangebote vorab bewerten
Schauen Sie sich die Inserate aufmerksam an und achten Sie hierbei auf folgende Informationen:
Energieausweis: Das Gebäudeenergiegesetz verpflichtet Eigentümer von Wohngebäuden, ihre Immobilien bis 2030 mindestens auf Energieeffizienzklasse F und bis 2033 mindestens auf Energieeffizienzklasse E saniert zu haben. Hat das Haus Ihrer Wahl eine schlechtere Energieeffizienz, sollten Sie hohe Sanierungskosten extra zu Ihrem Budget kalkulieren – oder sich für ein anderes Angebot entscheiden.
Renovierungen: Oft sind notwendige Renovierungen bzw. der Sanierungsbedarf im Inserat explizit angegeben. Dies kann sich in einen günstigeren Kaufpreis übersetzen, dennoch sollten Sie auch hier vorsichtig und zukunftsorientiert kalkulieren.
Anzahl Interessenten: Einige Online-Portale weisen die Anzahl der Anfragen von Kaufinteressenten direkt im Inserat aus. Diese Angabe hilft Ihnen bei der Einschätzung, ob und inwiefern der Kaufpreis verhandelbar ist.
3. Besichtigungstermine vereinbaren
Haben Sie ein interessantes Angebot gefunden? Dann vereinbaren Sie direkt einen Termin zur Besichtigung. Lassen Sie sich genug Zeit, um sich auf den Besichtigungstermin vorzubereiten, denn nur so können Sie die richtige Entscheidung treffen.
Sie sollten das Haus bei Tageslicht besichtigen und sich für den Termin mindestens 1 Stunde Zeit nehmen. Es gibt zahlreiche Details rund um das Haus, die Sie vor Ort genau unter die Lupe nehmen sollten.
Experten-Check für mehr Sicherheit
Beim Hauskauf sollten Sie nicht nur nach Gefühl entscheiden. Falls Sie unsicher sind, lohnt es sich, einen Gutachter oder Bausachverständigen hinzuzuziehen. Der Experte erkennt versteckte Schäden, kann die Immobilie am besten bewerten und Sie so vor teuren Überraschungen schützen.
4. Unterlagen und rechtliche Aspekte klären
Bevor Sie sich für den Kauf entscheiden, sollten Sie alle relevanten Unterlagen für den Hauskauf prüfen. So stellen Sie sicher, dass es keine rechtlichen oder finanziellen Überraschungen gibt.
Diese Unterlagen sind wichtig beim Hauskauf
Bei jedem Haus aus der Region sollten Ihnen die folgenden Dokumente vorliegen:
Exposé mit allen relevanten Daten zur Immobilie
Grundbuchauszug zur Prüfung von Eigentumsverhältnissen und Belastungen
Protokolle der Eigentümerversammlungen (bei Eigentumswohnungen)
Fehlende oder unvollständige Unterlagen können auf Probleme hinweisen. Bestehen Sie darauf, alle wichtigen Dokumente einzusehen.
Grundbuchauszug einsehen – Gibt es Lasten oder Rechte?
Der Grundbuchauszug gibt Ihnen Auskunft darüber, wer der rechtmäßige Eigentümer der Immobilie in Amecke, Dahle oder Gosenbach ist und ob Belastungen wie Hypotheken, Wegerechte oder Erbbaurechte bestehen. Stellen Sie sicher, dass keine unerwarteten Einträge Ihren Kauf beeinflussen. Ein Grundbuchauszug kann beim zuständigen Grundbuchamt oder über einen Notar angefordert werden.
Energieausweis und Baujahr prüfen
Der Energieausweis gibt Ihnen Aufschluss über die Energieeffizienz des Hauses. Ein hoher Energieverbrauch kann langfristig hohe Kosten verursachen. Prüfen Sie außerdem das Baujahr und ob in den letzten Jahren energetische Sanierungen durchgeführt wurden.
5. Kaufvertrag fürs Haus vorbereiten und Notartermin vereinbaren
Sobald Sie sich für eine Immobilie entschieden haben, geht es an die Vertragsvorbereitung. Der Kaufvertrag sollte sorgfältig geprüft werden, bevor Sie ihn beim Notartermin unterzeichnen.
Notarwahl und Terminabsprache
Der Kaufvertrag für eine Immobilie muss in Deutschland notariell beurkundet werden. Sie können den Notar frei wählen oder sich vom Verkäufer beraten lassen. Der Notar setzt den Kaufvertrag auf und sorgt dafür, dass beide Parteien über ihre Rechte und Pflichten informiert sind. Sobald der Vertrag fertiggestellt ist, wird ein Notartermin vereinbart, bei dem Sie und der Verkäufer den Vertrag gemeinsam durchgehen und unterzeichnen.
Vertragsprüfung: Das steht im Kaufvertrag
Der Kaufvertrag enthält alle wichtigen Details zum Kauf der Immobilie. Dazu gehören:
Namen von Käufer und Verkäufer
Genaue Beschreibung der Immobilie
Kaufpreis und Zahlungsmodalitäten
Regelung zu Nebenkosten und Instandhaltungsrücklagen (bei Eigentumswohnungen)
Übergabetermin und besondere Vereinbarungen (z. B. Inventar, Renovierungsverpflichtungen)
Nehmen Sie sich Zeit, den Vertrag genau zu lesen. Falls Sie unsicher sind, kann ein unabhängiger Experte oder Anwalt helfen, kritische Klauseln zu prüfen.
Wichtige Klauseln und Bedingungen beachten
Achten Sie besonders auf folgende Punkte im Vertrag:
Lastenfreistellung: Falls noch Hypotheken oder Grundschulden eingetragen sind, sollte im Vertrag festgelegt sein, dass diese vor Übergabe gelöscht werden.
Gewährleistungsausschluss: Beim Kauf einer Bestandsimmobilie ist der Verkäufer oft von der Haftung für Mängel ausgeschlossen. Prüfen Sie daher die Immobilie genau vor Vertragsabschluss.
Rücktrittsrecht und Vertragsstrafen: Falls Sie vom Kauf zurücktreten möchten, sollten Sie wissen, welche Bedingungen dafür gelten.
Nach der notariellen Beurkundung wird der Kaufvertrag rechtskräftig, und der Kaufprozess geht in die finale Phase.
6. Finanzierung abschließen und Kaufpreis überweisen
Nachdem der Kaufvertrag unterschrieben ist, müssen Sie die Finanzierung finalisieren und den Kaufpreis fristgerecht überweisen.
Kreditvertrag mit der Bank finalisieren
Falls Sie eine Baufinanzierung nutzen, wird Ihre Bank nach der notariellen Beurkundung die Darlehenssumme freigeben. Dazu benötigen Sie oft folgende Unterlagen:
Notariell beglaubigten Kaufvertrag
Grundbuchauszug mit der Vormerkung für Sie als Käufer
Zahlungsaufforderung des Notars oder Verkäufers
Die Bank überweist den Kaufpreis in der Regel direkt an den Verkäufer oder Notar. Stellen Sie sicher, dass alle Fristen eingehalten werden, um Verzugszinsen oder Vertragsstrafen zu vermeiden.
Notarkosten, Steuern und Nebenkosten berücksichtigen
Neben dem Kaufpreis fallen zusätzliche Kosten an, die Sie einplanen sollten:
Grunderwerbsteuer: Je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises.
Notarkosten und Grundbucheintrag: Etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises.
Maklerprovision: Falls ein Makler involviert war, beträgt die Provision je nach Region zwischen 3 und 7,14 Prozent.
Diese Nebenkosten müssen meist aus eigenen Mitteln bezahlt werden und können nicht über die Baufinanzierung finanziert werden.
Kaufpreis fristgerecht überweisen
Der Notar überwacht den Zahlungsprozess. Sobald alle Voraussetzungen erfüllt sind (z. B. Grundbuchvoraussetzungen, Lastenfreistellung), stellt er eine Zahlungsaufforderung an Sie aus. Die Frist zur Kaufpreiszahlung beträgt meist zwei bis vier Wochen. Nach der Überweisung sind Sie offiziell Eigentümer – allerdings muss noch die Eintragung ins Grundbuch erfolgen, bevor Sie die Schlüssel bekommen.
7. Eintragung ins Grundbuch und Schlüsselübergabe
Sobald der Kaufpreis bezahlt ist, erfolgt die finale Phase des Immobilienkaufs: die Eigentumsumschreibung im Grundbuch und die Übergabe der Immobilie.
Eigentumsumschreibung im Grundbuch
Nach Eingang des Kaufpreises veranlasst der Notar die Eigentumsübertragung im Grundbuch. Dieser Schritt kann einige Wochen dauern. Erst mit der Eintragung sind Sie offiziell der neue Eigentümer der Immobilie. Die Bank erhält dabei eine Grundschuld als Sicherheit für Ihr Darlehen. Der Notar informiert Sie, sobald die Eintragung abgeschlossen ist.
Letzte Kontrolle der Immobilie vor Übergabe
Vor der Schlüsselübergabe sollten Sie eine finale Begehung der Immobilie machen, um sicherzustellen, dass:
Das Haus in dem vereinbarten Zustand übergeben wird.
Keine versteckten Mängel aufgetreten sind.
Eventuell übernommene Möbel oder Geräte vorhanden sind.
Lassen Sie sich außerdem alle relevanten Dokumente wie Bedienungsanleitungen, Wartungsnachweise für Heizung und Energieversorgung sowie Schlüssel aushändigen.
Schlüsselübergabe und Umzug planen
Ist alles geprüft, erfolgt die Schlüsselübergabe – Ihr neues Zuhause gehört nun offiziell Ihnen. Vereinbaren Sie mit dem Verkäufer einen Termin und halten Sie die Übergabe schriftlich fest. Notieren Sie unter anderem:
Nun können Sie Ihren Umzug planen und Ihr neues Eigenheim genießen.
Fazit: Was ist wichtig beim Hauskauf?
Der Weg zum eigenen Haus erfordert eine sorgfältige Planung und viele einzelne Schritte – von der Budgetplanung über die Immobiliensuche bis hin zur Schlüsselübergabe. Mit dieser Checkliste behalten Sie den Überblick und können sicherstellen, dass Sie keine wichtigen Punkte vergessen.
Besonders entscheidend sind eine realistische Finanzplanung, die sorgfältige Prüfung der Immobilie und ein gut vorbereiteter Notartermin. Wer sich Zeit nimmt, alle Unterlagen zu prüfen und mögliche Sanierungskosten einzukalkulieren, vermeidet unangenehme Überraschungen.
Mit einer strukturierten Vorgehensweise und den richtigen Experten an Ihrer Seite wird der Traum vom Eigenheim Realität. Jetzt sind Sie bestens vorbereitet – viel Erfolg bei Ihrem Hauskauf!
Häufige Fragen zum Hauskauf
Was muss man alles tun, wenn man ein Haus kauft?
Ein Hauskauf verläuft in mehreren Schritten: Zuerst klären Sie Ihr Budget und die Finanzierung, dann suchen Sie nach einer passenden Immobilie. Nach Besichtigungen und einer gründlichen Prüfung der Unterlagen folgt die Vertragsunterzeichnung beim Notar. Anschließend wird der Kaufpreis überwiesen, die Grundbucheintragung durchgeführt und die Schlüsselübergabe vereinbart.
Wie ist die Reihenfolge beim Hauskauf?
Budgetplanung und Finanzierung klären (z. B. mit einer Finanzierungsbestätigung).
Immobiliensuche starten und Besichtigungstermine vereinbaren.
Kaufvertrag mit Notar vorbereiten und unterzeichnen.
Kaufpreis bezahlen und Grundbucheintragung abwarten.
Schlüsselübergabe und Einzug planen.
Was sollte man beim Hauskauf fragen?
Beim Hauskauf gibt es viele wichtige Fragen, die Sie stellen sollten, um mögliche Risiken und Folgekosten zu vermeiden. Dazu gehören:
Gibt es Baumängel oder Sanierungsbedarf?
Welche Nebenkosten fallen monatlich an?
Gibt es Einträge im Grundbuch (z. B. Wegerechte, Hypotheken)?
Wie ist die Bausubstanz? Wann wurden letzte Renovierungen durchgeführt?
Gibt es Pläne für Veränderungen in der Umgebung (Bebauungspläne, Infrastruktur)?
Diese Fragen sind eine Auswahl und gelten als allgemeine Orientierung. Je nach Immobilientyp – ob Neubau, Altbau, Eigentumswohnung oder vermietetes Haus – können weitere Aspekte relevant sein, z. B. Eigentümergemeinschaftsregelungen oder Denkmalschutzvorgaben. Passen Sie Ihre Fragen an die jeweilige Immobilie an, um alle wichtigen Details zu klären.
Wie lange dauert ein Hauskauf im Durchschnitt?
Ein Hauskauf dauert im Durchschnitt zwei bis sechs Monate. Die Dauer hängt von der Finanzierung, dem Zustand der Immobilie und den bürokratischen Abläufen (z. B. Grundbucheintrag, Notartermine) ab. Besonders die Bankprüfung und die Eintragung ins Grundbuch können mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Was passiert beim Hauskauf im Grundbuch?
Nach dem Notartermin wird eine Auflassungsvormerkung im Grundbuch eingetragen. Diese sichert Ihnen als Käufer das Eigentumsrecht, bis der Kaufpreis vollständig bezahlt ist. Erst dann erfolgt die endgültige Umschreibung auf Ihren Namen. Gleichzeitig wird die Grundschuld für die Bank eingetragen, falls die Immobilie finanziert wird.
Was sollte ich beim Kauf eines vermieteten Hauses beachten?
Beim Kauf eines vermieteten Hauses übernehmen Sie automatisch bestehende Mietverträge. Kündigungen wegen Eigenbedarfs sind nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Prüfen Sie daher vorab die Mietverträge, Kündigungsfristen und eventuelle Mietrückstände, um spätere Konflikte zu vermeiden.
Was sollte ich beim Kauf eines alten Hauses beachten?
Ältere Häuser haben oft Modernisierungsbedarf. Prüfen Sie Bausubstanz, Heizung, Fenster und Dach genau. Ein Energieausweis zeigt Ihnen die Effizienz des Gebäudes. Planen Sie mögliche Sanierungskosten ein, um finanzielle Überraschungen zu vermeiden.
Was sind versteckte Kosten beim Hauskauf?
Neben dem Kaufpreis fallen Nebenkosten an: Grunderwerbsteuer (3,5–6,5 %), Notarkosten und Gebühren für Grundbucheintragungen (ca. 1,5 %) und Maklergebühren (bis zu 7,14 %). Zudem können Renovierungs- oder Sanierungskosten entstehen, die oft unterschätzt werden.
Wer haftet für beim Hauskauf verschwiegene Baumängel?
Bei Bestandsimmobilien wird die Haftung für Mängel meist ausgeschlossen. Wurden Mängel aber arglistig verschwiegen, können Sie rechtliche Schritte einleiten. Daher ist eine gründliche Begutachtung durch Experten oder eine Kaufbegleitung ratsam.
Wen sollte ich zur Hausbesichtigung mitnehmen?
Neben Familie oder Partner sollten Sie nach Möglichkeit einen Bausachverständigen oder Architekten hinzuziehen. Sie erkennen Bauschäden, Feuchtigkeitsprobleme oder Sanierungsbedarf, die Laien oft übersehen.
Kann ich vom Hauskaufvertrag zurücktreten?
Nach der notariellen Beurkundung ist der Kaufvertrag bindend. Ein Rücktritt ist nur möglich, wenn eine vertraglich vereinbarte Klausel dies erlaubt oder der Verkäufer falsche Angaben gemacht hat. Andernfalls kann ein Rücktritt hohe Kosten oder Schadensersatzforderungen nach sich ziehen.
Ist eine Reservierung einer Immobilie möglich?
Einige Verkäufer oder Makler bieten Reservierungsvereinbarungen an, oft gegen eine Gebühr. Diese ist in der Regel nicht erstattbar, falls Sie den Kauf nicht abschließen. Eine Reservierung gibt Ihnen Zeit für die Finanzierungsprüfung, bietet aber keine rechtliche Sicherheit.
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